Google Takeout: alle Google-Daten herunterladen
Mit Google Takeout unter takeout.google.com laden Sie kostenlos eine Kopie Ihrer Daten aus Gmail, Google Fotos, Drive, Kalender, Kontakten, YouTube und vielen weiteren Diensten herunter. Google packt die Daten in ZIP- oder TGZ-Archive und schickt Ihnen einen Download-Link per E-Mail. Planen Sie bei großen Konten Zeit ein und prüfen Sie danach, ob die Metadaten Ihrer Fotos mit übernommen wurden.
Export Schritt für Schritt
- Öffnen Sie
takeout.google.comund melden Sie sich mit dem Google-Konto an, dessen Daten Sie exportieren möchten. - Alle Dienste sind vorausgewählt. Klicken Sie auf Auswahl aufheben, wenn Sie nur bestimmte Daten wollen, und setzen Sie dann die Haken einzeln – etwa bei Google Fotos, Mail oder Drive.
- Bei vielen Diensten öffnet ein Klick auf die Schaltfläche unter dem Namen weitere Einstellungen, etwa die Auswahl einzelner Fotoalben oder Gmail-Labels.
- Klicken Sie unten auf Nächster Schritt und wählen Sie Zustellart, Häufigkeit, Dateityp und Archivgröße (siehe unten).
- Klicken Sie auf Export erstellen. Google bestätigt den Auftrag per E-Mail und meldet sich erneut, sobald die Archive bereitstehen.
Aus Sicherheitsgründen fragt Google eventuell erneut nach Ihrem Passwort und benachrichtigt Ihre Geräte über den Export. Erhalten Sie eine solche Nachricht, ohne einen Export gestartet zu haben, ändern Sie sofort Ihr Passwort.
Die wichtigsten Optionen
| Option | Auswahl | Empfehlung |
|---|---|---|
| Zustellart | Download-Link per E-Mail oder direkt in Google Drive, Dropbox, OneDrive oder Box | Link per E-Mail; bei großen Exporten ein Cloud-Ziel mit genug Platz |
| Häufigkeit | Einmal exportieren oder regelmäßig für ein Jahr | Einmalig; regelmäßig nur als zusätzliche Sicherung |
| Dateityp | ZIP oder TGZ | ZIP unter Windows und macOS, TGZ für sehr große Exporte unter Linux |
| Archivgröße | Mehrere Stufen wählbar | Kleinere Teile für langsame Leitungen, größere für weniger Einzeldateien |
Überschreitet der Export die gewählte Archivgröße, teilt Google ihn in mehrere Archive auf. Das ist normal; Sie müssen alle Teile herunterladen. Wie Sie die Archive öffnen, erklärt ZIP-Datei entpacken.
Welche Daten in welchem Format?
| Dienst | Format | Weiterverwenden mit |
|---|---|---|
| Gmail | MBOX (alle Mails in einer Datei) | Import z. B. in Thunderbird |
| Google Drive | Originaldateien; Google Docs, Tabellen und Präsentationen als DOCX, XLSX, PPTX (änderbar) | Office, LibreOffice |
| Google Fotos | Original-Bilder und -Videos plus JSON-Dateien mit Metadaten | Jede Fotoverwaltung |
| Kontakte | vCard (.vcf) | Outlook, iPhone, andere Mail-Programme |
| Kalender | iCalendar (.ics) | Outlook, Apple Kalender, Thunderbird |
| YouTube | Eigene hochgeladene Videos, Playlists, Verlauf | Archiv eigener Inhalte |
Wichtig: Takeout exportiert Ihre eigenen Daten. Gekaufte Filme aus Google Play oder fremde YouTube-Videos sind nicht enthalten. Für eigene YouTube-Uploads gibt es zusätzlich einzelne Downloads in YouTube Studio, beschrieben unter eigene YouTube-Videos herunterladen.
Dauer, Archivgröße und Download
- Dauer: Kleine Exporte sind oft in Minuten fertig, große Fotobibliotheken können Stunden oder Tage dauern. Den Status sehen Sie auf der Takeout-Seite unter Exporte verwalten.
- Gültigkeit: Die Download-Links sind nur begrenzt gültig (derzeit etwa eine Woche), und die Zahl der Download-Versuche ist beschränkt. Laden Sie die Archive daher zeitnah herunter.
- Speicherplatz: Sie brauchen am Ziel mindestens doppelt so viel Platz wie das Archiv, weil die Dateien danach noch entpackt werden. Eine externe Festplatte ist bei großen Exporten sinnvoll.
- Abbrüche: Bricht ein Download ab, laden Sie nur das betroffene Teilarchiv neu. Tipps unter Download geht nicht.
Fotos und Metadaten richtig verwenden
Bei Google Fotos landen Aufnahmedatum, Ortsangaben und Beschreibungen teilweise nicht in der Bilddatei selbst, sondern in einer gleichnamigen JSON-Datei daneben. Importieren Sie die Bilder ohne diese Dateien in ein anderes Programm, erscheinen viele Fotos mit dem Exportdatum statt dem Aufnahmedatum.
- Bewahren Sie die JSON-Dateien zusammen mit den Bildern auf.
- Werkzeuge wie das quelloffene ExifTool können die Angaben aus den JSON-Dateien zurück in die Bilder schreiben; das erfordert etwas Einarbeitung.
- Fotos, die in mehreren Alben liegen, erscheinen im Export teils mehrfach. Prüfen Sie vor dem Import auf Duplikate.
Wer nur einzelne Bilder oder Alben braucht, ist mit dem Download direkt in Google Fotos schneller – siehe Google Fotos herunterladen. Für Apple-Nutzer beschreibt iCloud-Fotos herunterladen den entsprechenden Weg.
Ihr Recht auf Datenkopie
Takeout ist Googles Umsetzung von Rechten aus der DSGVO: Nach Art. 15 haben Sie Anspruch auf Auskunft und eine Kopie Ihrer Daten, nach Art. 20 auf Datenübertragbarkeit in einem gängigen, maschinenlesbaren Format. Beides ist kostenlos. Takeout ersetzt aber keine regelmäßige Datensicherung: Ein Export ist eine Momentaufnahme. Wer sein Konto löschen will, sollte vorher einen vollständigen Export erstellen und dessen Inhalt prüfen.
Häufige Fragen
Werden meine Daten bei Google gelöscht, wenn ich Takeout nutze?
Nein. Takeout erstellt nur eine Kopie. Ihre Daten bleiben im Google-Konto, bis Sie sie selbst löschen.
Kann ich Takeout für ein Kinderkonto oder Firmenkonto nutzen?
Bei Kinderkonten mit Family Link entscheiden die Eltern, bei Konten von Firmen oder Schulen der Administrator, ob Takeout verfügbar ist.
Warum fehlen in meinem Export Dateien?
Prüfen Sie, ob Sie alle Teilarchive heruntergeladen und entpackt haben. Bei Drive fehlen Dateien, die andere mit Ihnen geteilt haben, ohne dass sie in Ihrer Ablage liegen.
Kostet Google Takeout etwas?
Nein. Der Export ist kostenlos. Nur wenn Sie in einen Cloud-Speicher exportieren, brauchen Sie dort ausreichend Platz.