Kleinanzeigen App herunterladen: kaufen, verkaufen, sicher bezahlen
Die Kleinanzeigen-App – früher eBay Kleinanzeigen – ist kostenlos in Google Play und im App Store erhältlich, Anbieter ist Kleinanzeigen. Private Anzeigen sind in den meisten Kategorien gratis. Das größte Risiko ist nicht die App, sondern Betrug beim Bezahlen: Wer ein paar Grundregeln kennt, fällt auf die gängigen Maschen nicht herein.
App installieren und Konto anlegen
- Suchen Sie im Store nach „Kleinanzeigen“. Eine bereits installierte App „eBay Kleinanzeigen“ wurde per Update umbenannt und muss nicht neu installiert werden.
- Öffnen Sie die App und tippen Sie auf Anmelden oder Registrieren. Sie benötigen eine E-Mail-Adresse, die Sie per Link bestätigen.
- Für das Inserieren verlangt Kleinanzeigen je nach Konto zusätzlich die Bestätigung einer Handynummer.
- Legen Sie unter Profil einen Anzeigenamen fest. Ihr echter Nachname muss nicht öffentlich sichtbar sein.
Ohne Konto können Sie Anzeigen durchsuchen, aber keine Nachrichten schreiben und nichts speichern. Bleibt der Download im Store hängen, hilft Google Play Store reparieren.
Anzeige aufgeben
- Tippen Sie unten auf Inserieren.
- Fotografieren Sie den Artikel bei Tageslicht von mehreren Seiten, inklusive Mängeln. Entfernen Sie persönliche Dinge aus dem Bild, etwa Adressaufkleber oder Familienfotos im Hintergrund.
- Wählen Sie Kategorie, Titel und Zustand. Ein präziser Titel mit Marke und Modell wird besser gefunden.
- Geben Sie einen Preis an und wählen Sie Festpreis, VB (Verhandlungsbasis) oder Zu verschenken.
- Legen Sie fest, ob Sie versenden oder nur Abholung anbieten. Der Standort wird nur grob über die Postleitzahl angezeigt.
- Prüfen Sie die Vorschau und veröffentlichen Sie die Anzeige.
Anzeigen laufen nach einer bestimmten Zeit ab und lassen sich unter Meine Anzeigen verlängern, bearbeiten oder als reserviert bzw. verkauft markieren. Kostenpflichtig sind nur optionale Extras wie Hervorhebungen sowie bestimmte Kategorien und gewerbliche Angebote.
Bezahlwege im Vergleich
| Weg | Schutz für Käufer | Schutz für Verkäufer |
|---|---|---|
| Barzahlung bei Abholung | Ware vor Zahlung prüfbar | Hoch, Falschgeld beachten |
| „Sicher bezahlen“ in der App | Ja, Geld wird erst nach Erhalt freigegeben | Hoch, solange alles in der App bleibt |
| PayPal „Waren oder Dienstleistungen“ | PayPal-Käuferschutz | Mittel |
| PayPal „Freunde und Familie“, Überweisung | Keiner | Hoch, sobald Geld da ist |
Wie Sie PayPal richtig einrichten und welche Option welchen Schutz bietet, erklärt die Seite PayPal-App sicher einrichten.
Die häufigsten Betrugsmaschen
Kleinanzeigen schickt Ihnen keine Zahlungslinks per WhatsApp, SMS oder E-Mail. Wer Sie auf einen anderen Messenger lotsen möchte oder einen Link zum „Geld empfangen“ schickt, will in aller Regel Ihre Kartendaten oder Zugangsdaten.
- Gefälschter Zahlungslink: Ein „Käufer“ bittet um Ihre Handynummer und schickt dann einen Link zu einer gefälschten Kleinanzeigen-Seite. Dort sollen Sie Ihre Kartendaten eingeben, um angeblich Geld zu erhalten. Für den Empfang von Geld brauchen Sie nie Ihre Kartennummer oder Prüfziffer.
- Falsche Zahlungsbestätigung: Eine E-Mail meldet einen PayPal-Eingang, der nicht existiert. Prüfen Sie den Eingang immer direkt in Ihrer Bank- oder PayPal-App.
- Dreiecksbetrug: Ein Betrüger bietet Ihre Ware woanders an und lässt seinen Käufer an Sie zahlen. Sie versenden, der echte Käufer fordert später sein Geld zurück. Achten Sie darauf, dass Name des Zahlenden und Name im Chat übereinstimmen.
- Vorkasse bei Schnäppchen: Besonders günstige Handys, Konsolen, Tiere oder Wohnungen gegen Vorkasse sind ein Klassiker. Bei Tieren und Wohnungen niemals vorab zahlen.
- Kurier aus dem Ausland: Angeblich holt eine Spedition die Ware ab, Sie sollen vorab Gebühren zahlen. Seriöse Käufer verlangen das nie.
Melden Sie verdächtige Nutzer über das Menü im Chat oder in der Anzeige. Ist bereits Geld geflossen, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – in allen Bundesländern ist das online über die Internetwache möglich.
Rechtliches für private Verkäufer
Als Privatperson dürfen Sie die Gewährleistung ausschließen, etwa mit dem Satz „Privatverkauf, keine Garantie, keine Rücknahme“. Bekannte Mängel müssen Sie trotzdem angeben; wer sie verschweigt, haftet. Ein Widerrufsrecht gibt es beim Privatkauf nicht.
Wer regelmäßig verkauft, sollte das Plattformen-Steuertransparenzgesetz kennen: Online-Marktplätze melden Verkäufer ab einer bestimmten Zahl von Verkäufen oder einem bestimmten Umsatz pro Jahr an das Bundeszentralamt für Steuern. Der Verkauf gebrauchter privater Gegenstände bleibt meist steuerfrei; wer dagegen gezielt Waren ankauft und weiterverkauft, handelt gewerblich.
Häufige Fragen
Ist „Sicher bezahlen“ kostenpflichtig?
Für Käufer fällt bei „Sicher bezahlen“ eine Gebühr an, die vor dem Kauf angezeigt wird. Für private Verkäufer ist der Empfang in der Regel kostenlos.
Soll ich meine Handynummer herausgeben?
Möglichst nicht. Der Chat in der App reicht für Absprachen. Viele Maschen beginnen damit, dass Betrüger auf WhatsApp wechseln wollen, wo Kleinanzeigen keine Warnhinweise anzeigen kann.
Kann ich die App am PC nutzen?
Eine Desktop-App gibt es nicht. Am Computer nutzen Sie kleinanzeigen.de im Browser mit demselben Konto; Chats und Anzeigen werden synchronisiert.
Warum wurde mein Konto gesperrt?
Kleinanzeigen sperrt Konten bei Verdacht auf Missbrauch, etwa nach vielen Anzeigen in kurzer Zeit oder Login aus dem Ausland. Wenden Sie sich über die Hilfeseiten an den Support und bestätigen Sie Ihre Identität.