Linux Mint herunterladen: kostenlose Alternative zu Windows
Linux Mint gibt es kostenlos auf der offiziellen Projektseite linuxmint.com unter „Download“. Sie wählen eine von drei Desktop-Editionen, laden die ISO-Datei von einem Spiegelserver und prüfen sie anhand der Prüfsumme. Mint eignet sich besonders für ältere PCs, die Windows 11 nicht unterstützen, und für Umsteiger, die eine Windows-ähnliche Bedienung suchen.
Welche Edition passt?
Alle Editionen nutzen dieselbe Softwarebasis und dieselben Programme. Sie unterscheiden sich in der Oberfläche (Desktop-Umgebung) und im Ressourcenbedarf.
| Edition | Eigenschaften | Geeignet für |
|---|---|---|
| Cinnamon | Modern, viele Funktionen, Startmenü und Taskleiste wie bei Windows | Die meisten PCs der letzten Jahre |
| Xfce | Schlank, sehr sparsam | Ältere Rechner mit wenig Arbeitsspeicher |
| MATE | Klassisch, stabil, etwas sparsamer als Cinnamon | Ältere PCs, Freunde klassischer Bedienung |
Daneben gibt es LMDE (Linux Mint Debian Edition), die auf Debian statt Ubuntu basiert. Sie ist vor allem als Rückfallebene des Projekts gedacht; Einsteiger nehmen die Hauptausgabe. Wer bewusst die Ubuntu-Oberfläche möchte, findet Hinweise auf der Seite Ubuntu herunterladen.
Download über einen Spiegelserver
- Öffnen Sie
linuxmint.comund klicken Sie auf Download. Wählen Sie die aktuelle Version und dann Ihre Edition. - Auf der folgenden Seite listet Mint zahlreiche Spiegelserver (Mirrors) weltweit. Wählen Sie einen Server aus Deutschland oder einem Nachbarland – etwa von Universitäten oder Hosting-Anbietern. Das ist meist am schnellsten.
- Alternativ können Sie die ISO per Torrent laden. Das ist bei Linux-Distributionen ein gängiger, legaler Verteilweg.
- Laden Sie zusätzlich die Dateien
sha256sum.txtundsha256sum.txt.gpgvon derselben Seite.
Linux Mint gibt es nur als 64-Bit-Version. Sehr alte 32-Bit-Rechner werden nicht mehr unterstützt.
ISO-Datei prüfen
Da die Dateien auf fremden Spiegelservern liegen, empfiehlt das Mint-Projekt ausdrücklich, jeden Download zu prüfen. Das schützt vor beschädigten Downloads und manipulierten Abbildern.
- Prüfsumme: Berechnen Sie den SHA256-Wert der ISO-Datei, unter Windows etwa in der PowerShell mit
Get-FileHash Dateiname.iso. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der Zeile für Ihre Edition insha256sum.txt. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Prüfsumme prüfen. - Signatur: Die Datei
sha256sum.txt.gpgbelegt, dass die Prüfsummenliste wirklich vom Mint-Team stammt. Die Linux-Mint-Website erklärt die Prüfung mit GPG Schritt für Schritt.
Stimmen die Werte nicht überein, löschen Sie die Datei und laden sie von einem anderen Server neu.
Installation in Kürze
- Schreiben Sie die ISO mit balenaEtcher oder Rufus auf einen USB-Stick. Der Ablauf entspricht dem auf der Seite USB-Stick erstellen, nur eben mit der Mint-ISO.
- Starten Sie den PC vom Stick über das Bootmenü. Mint startet zunächst als Live-System, das Sie gefahrlos ausprobieren können.
- Doppelklicken Sie auf dem Desktop auf Install Linux Mint, wählen Sie Deutsch und das deutsche Tastaturlayout.
- Aktivieren Sie die Installation von Multimedia-Codecs, damit Videos und Musik sofort abspielbar sind.
- Wählen Sie, ob Mint die Festplatte komplett nutzen oder neben Windows installiert werden soll. Legen Sie vorher eine Datensicherung an.
Alte PCs weiter nutzen
Viele Rechner, die für Windows 11 zu alt sind, laufen mit Linux Mint flüssig – besonders mit Xfce oder MATE. Seit Windows 10 keine regulären Sicherheitsupdates mehr erhält, ist das eine sichere Möglichkeit, funktionsfähige Hardware weiter zu verwenden. Vorher sollten Sie prüfen, ob Ihre wichtigen Programme unter Linux laufen oder es gleichwertigen Ersatz gibt, etwa LibreOffice statt Microsoft Office. Eine weitere Option für sehr einfache Nutzung ist ChromeOS Flex.
Geht es eher um einen besonders sparsamen Rechner fürs Surfen, ist Mint Xfce oft die bessere Wahl als die Cinnamon-Edition. Mindestens eine SSD statt einer alten Festplatte bringt dabei mehr Tempo als jede Software-Optimierung.
Nach der Installation
- Willkommensbildschirm: Er führt durch die ersten Schritte – Updates, Treiber, Datensicherung.
- Treiberverwaltung: Für NVIDIA-Grafikkarten und manche WLAN-Chips bietet Mint hier passende Treiber an. Laden Sie Grafiktreiber unter Linux nicht manuell von der Herstellerseite, sondern über diese Verwaltung – mehr auf der Seite zu NVIDIA-Treibern.
- Timeshift: Das vorinstallierte Tool erstellt Systemschnappschüsse. Richten Sie es gleich ein, dann lässt sich ein fehlerhaftes Update rückgängig machen.
- Aktualisierungsverwaltung: Installieren Sie Updates regelmäßig über das Schild-Symbol in der Taskleiste.
- Drucker: Viele Geräte werden automatisch erkannt. Hinweise zu Herstellertreibern finden Sie unter Druckertreiber herunterladen.
Häufige Fragen
Ist Linux Mint sicher?
Ja, wenn Sie Updates regelmäßig installieren und Software aus der Anwendungsverwaltung beziehen. Ein klassischer Virenscanner ist unter Linux in der Regel nicht nötig.
Kann ich Linux Mint auch kommerziell nutzen?
Ja. Linux Mint ist freie Software und darf privat wie beruflich kostenlos genutzt werden. Das Projekt finanziert sich über freiwillige Spenden und Sponsoren.
Läuft Microsoft Office unter Linux Mint?
Die Desktop-Version nicht direkt. Sie können Office im Browser nutzen oder auf LibreOffice umsteigen, das bei Mint vorinstalliert ist.
Welche Edition ist am schnellsten?
Xfce ist die genügsamste Edition. Auf neueren Rechnern ist der Unterschied zu Cinnamon im Alltag aber kaum spürbar.