Android-Update herunterladen und installieren
Android-Updates kommen nicht von einer zentralen Download-Seite, sondern vom Hersteller Ihres Smartphones – Sie installieren sie in den Einstellungen, meist unter System › Softwareupdate. Zusätzlich verteilt Google eigene Sicherheitskorrekturen über das „Google Play-Systemupdate“. Wie lange Ihr Gerät versorgt wird, legt der Hersteller fest; für neue Geräte gelten in der EU inzwischen Mindestfristen.
Update installieren
Die Menüs unterscheiden sich je nach Hersteller. Die wichtigsten Wege:
| Hersteller | Menüpfad |
|---|---|
| Google Pixel | Einstellungen › System › Softwareupdates › Systemupdate |
| Samsung | Einstellungen › Software-Update › Herunterladen und installieren |
| Xiaomi, Redmi, Poco | Einstellungen › Über das Telefon, dann auf die Versionsanzeige tippen |
| Motorola, Nokia, Fairphone | Einstellungen › System › Systemupdates (Bezeichnung variiert) |
| Unklar | In den Einstellungen oben nach „Update“ suchen |
- Sichern Sie wichtige Daten, etwa über Einstellungen › Google › Sicherung oder die Sicherungsfunktion Ihres Herstellers.
- Verbinden Sie das Gerät mit dem WLAN und laden Sie den Akku auf mindestens die Hälfte.
- Öffnen Sie das Update-Menü und tippen Sie auf Herunterladen bzw. Nach Updates suchen.
- Nach dem Download tippen Sie auf Jetzt installieren oder Neu starten. Das Gerät ist danach einige Minuten nicht nutzbar.
Updates werden oft gestaffelt verteilt. Wenn ein Bekannter mit demselben Modell das Update schon hat, Sie aber noch nicht, ist das normal – es kann einige Tage oder Wochen dauern. Auch Netzbetreiber-Geräte (gebrandete Telefone von Telekom, Vodafone oder O2) erhalten Updates teils später.
Google Play-Systemupdate
Seit einigen Android-Generationen aktualisiert Google einzelne Systembestandteile unabhängig vom Hersteller. Den Stand prüfen Sie unter Einstellungen › Sicherheit und Datenschutz › System- und Sicherheitsupdates › Google Play-Systemupdate; bei manchen Geräten liegt der Punkt unter Einstellungen › Über das Telefon › Android-Version. Tippen Sie darauf, sucht das Gerät nach neuen Komponenten.
Davon getrennt ist die Play Store-App. Sie aktualisieren sie in der App selbst über Profilbild › Einstellungen › Info › Play Store-Version. Mehr dazu auf der Seite zum Google Play Store.
Update-Garantie prüfen
Wie viele Jahre ein Android-Gerät Updates bekommt, schwankt stark. Manche Hersteller versprechen für aktuelle Modelle inzwischen bis zu sieben Jahre, günstige Geräte erhalten oft deutlich weniger. Den genauen Zeitraum veröffentlichen die Hersteller auf ihren Support-Seiten, etwa Google in der Hilfe zu Pixel-Updates und Samsung auf seiner Sicherheitsseite für Mobilgeräte.
Für Smartphones und Tablets, die seit dem 20. Juni 2025 neu in der EU auf den Markt kommen, schreibt die EU vor, dass Hersteller noch mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende des Modells Betriebssystem-Updates bereitstellen. Für ältere Modelle gilt diese Pflicht nicht. Achten Sie beim Kauf auf das Datum, bis zu dem der Hersteller Updates zusagt.
Das Datum des letzten Sicherheitspatches sehen Sie unter Einstellungen › Über das Telefon › Android-Version › Android-Sicherheitsupdate. Liegt es mehrere Monate zurück, obwohl Sie nach Updates gesucht haben, ist die Versorgung womöglich beendet.
Wenn das Update nicht klappt
- Zu wenig Speicher: Das Update braucht freien Platz zum Entpacken. Löschen Sie große Videos und ungenutzte Apps; Tipps unter Speicherplatz schaffen.
- Download hängt bei einem Prozentwert: Starten Sie das Gerät neu und versuchen Sie es in einem anderen WLAN. Hilft das nicht, leeren Sie unter Einstellungen › Apps den Cache der Systemapp für Updates (je nach Hersteller „Software-Update“ oder „Systemupdate“).
- Installation schlägt fehl: Bei Samsung-Geräten können Sie das Update auch per Kabel mit dem PC-Programm Smart Switch einspielen, das Samsung auf seiner Website anbietet.
- Gerät startet nach dem Update nicht richtig: Halten Sie die Ein/Aus-Taste länger gedrückt, um einen Neustart zu erzwingen. Bleibt das Problem, hilft der Kundendienst des Herstellers.
Seiten mit „Android-Update zum Download“ oder Firmware-Dateien für beliebige Modelle sind keine offizielle Quelle. Falsche oder manipulierte Firmware kann das Gerät unbrauchbar machen oder Schadsoftware einschleusen. Auch einzelne Apps sollten Sie nur nach den Regeln aus APK sicher installieren außerhalb des Play Stores laden.
Gerät bekommt keine Updates mehr
Ohne Sicherheitsupdates werden Lücken nicht mehr geschlossen. Für Online-Banking und Bezahl-Apps ist das ein Risiko, manche Apps verweigern auf veralteten Systemen sogar den Dienst. Halten Sie zumindest alle Apps über den Play Store aktuell und nutzen Sie einen aktuellen Browser. Langfristig ist ein Gerät mit laufender Update-Zusage die sicherere Wahl. Alte Notebooks lassen sich übrigens oft mit ChromeOS Flex oder Ubuntu weiter nutzen – für Smartphones gibt es keinen vergleichbar einfachen offiziellen Weg.
Häufige Fragen
Kann ich ein Android-Update ablehnen?
Sie können die Installation aufschieben, aber nicht dauerhaft verhindern, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen. Auf vielen Geräten lässt sich der automatische Download im Update-Menü abschalten.
Kann ich ein Update wieder rückgängig machen?
Offiziell in der Regel nicht. Hersteller blockieren das Zurückspielen älterer Versionen meist aus Sicherheitsgründen.
Bekommt mein Handy die neueste Android-Version?
Das entscheidet allein der Hersteller. Prüfen Sie dessen Update-Zusage für Ihr Modell; ein Android-Versionssprung ist nicht garantiert, auch wenn noch Sicherheitspatches kommen.
Verbraucht ein Update mobile Daten?
Standardmäßig laden die meisten Geräte große Updates nur im WLAN. Ob ein Download auch über Mobilfunk erlaubt ist, stellen Sie im Update-Menü ein.