Lizenzfreie Videos herunterladen: seriöse Quellen und Lizenzen

Zuletzt geprüft:

Lizenzfreie Stock-Videos gibt es kostenlos bei Plattformen wie Pexels, Pixabay oder Wikimedia Commons. Entscheidend ist nicht die Quelle allein, sondern die Lizenz jedes einzelnen Clips: Manche erlauben fast alles, andere verlangen eine Namensnennung oder verbieten kommerzielle Nutzung. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie das schnell prüfen und sauber dokumentieren.

„Lizenzfrei“ richtig verstehen

„Lizenzfrei“ ist die Übersetzung des englischen „royalty-free“. Gemeint ist: Sie zahlen keine Gebühr pro Nutzung oder Aufruf. Das Video bleibt aber urheberrechtlich geschützt, und die Lizenz legt fest, was Sie damit tun dürfen. Davon zu unterscheiden sind:

Kostenlose Quellen im Vergleich

PlattformLizenzNamensnennungStärken
Pexels (pexels.com)Pexels-LizenzNicht nötig, erwünschtModerne Realaufnahmen, viele Hochformat-Clips
Pixabay (pixabay.com)Pixabay-LizenzNicht nötigGroße Auswahl, auch Animationen und Hintergründe
Mixkit (mixkit.co)Mixkit-LizenzNicht nötigKuratierte, hochwertige Clips
Wikimedia Commons (commons.wikimedia.org)Je Datei: CC0, CC BY, CC BY-SA u. a.Meist PflichtDokumentarisches, Orte, Ereignisse
Internet Archive (archive.org)Je Datei sehr unterschiedlichJe nach LizenzHistorische Filme, Wochenschauen, Werbefilme
NASA (images.nasa.gov)Überwiegend frei nutzbarQuellenangabe erwünschtRaumfahrt, Erdaufnahmen; NASA-Logo nicht frei

Beim Internet Archive steht die Lizenzangabe in der Seitenleiste jedes Eintrags. Fehlt sie, gehen Sie nicht von freier Nutzbarkeit aus – dort laden auch Nutzer Material hoch, an dem sie keine Rechte haben. Für Bilder gelten die gleichen Grundsätze, siehe Lizenzfreie Bilder herunterladen.

Auch Plattformen wie Vimeo bieten bei manchen Videos einen Download-Button mit Lizenzangabe des Urhebers. Wie das funktioniert, steht unter Vimeo-Video herunterladen.

Creative-Commons-Lizenzen erklärt

Creative Commons (CC) ist ein Baukasten aus vier Bausteinen, die zu sechs Lizenzen kombiniert werden:

KürzelBedeutungFür Sie heißt das
BYNamensnennungUrheber, Titel, Quelle und Lizenz angeben
SAWeitergabe unter gleichen BedingungenIhr bearbeitetes Video muss unter derselben Lizenz stehen
NCNicht kommerziellKeine Nutzung für Werbung, Firmenvideos oder monetarisierte Kanäle
NDKeine BearbeitungNur unverändert zeigen, kein Schnitt, keine Musik darunter

Für Videos in Social Media oder auf YouTube sind CC0, CC BY und CC BY-SA in der Praxis am einfachsten. Ob ein monetarisierter YouTube-Kanal als „kommerziell“ gilt, ist nicht abschließend geklärt; die vorsichtige Lesart lautet ja. Meiden Sie NC-Material daher, sobald Geld im Spiel ist.

Namensnennung richtig gemacht

Eine vollständige Angabe enthält Titel, Urheber, Quelle (mit Link), Lizenz (mit Link zum Lizenztext) und einen Hinweis, falls Sie den Clip verändert haben. Ein Beispiel für eine Videobeschreibung:

„Herbstwald im Nebel“ von Max Muster, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 4.0, geschnitten und eingefärbt

Wo die Angabe steht, hängt vom Medium ab: im Abspann, in der Videobeschreibung bei YouTube oder in den Folien-Notizen und auf einer Quellenfolie bei Präsentationen. Wichtig ist, dass Zuschauer sie mit vertretbarem Aufwand finden.

Fallstricke: Personen, Marken, Musik

Lizenz dokumentieren

Plattformen ändern ihre Lizenzen, und Clips verschwinden. Wenn Sie ein Video veröffentlichen, sichern Sie zu jedem verwendeten Clip:

  1. einen Screenshot der Download-Seite mit sichtbarer Lizenzangabe und Datum,
  2. die URL der Seite und den Namen des Urhebers,
  3. eine Kopie des Lizenztextes zum Zeitpunkt des Downloads (z. B. als PDF).

Legen Sie diese Belege im Projektordner ab. Bei einer Rechteanfrage oder einem Content-ID-Anspruch auf YouTube können Sie so nachweisen, dass Sie den Clip rechtmäßig genutzt haben. Allgemeines zur Rechtslage: Ist Herunterladen legal?

Häufige Fragen

Darf ich lizenzfreie Videos auf YouTube monetarisieren?

Bei Pexels-, Pixabay-, CC0- und CC-BY-Clips in der Regel ja, wenn Sie sie in ein eigenes Video einbauen. Reine Zusammenschnitte ohne eigene Leistung lehnt YouTube allerdings oft als „wiederverwendete Inhalte“ für die Monetarisierung ab.

Welche Auflösung sollte ich herunterladen?

Wählen Sie die Auflösung Ihres fertigen Videos, meist Full HD. 4K lohnt sich nur, wenn Sie in 4K exportieren oder stark in das Bild zoomen wollen – die Dateien sind deutlich größer.

Kann ich Ausschnitte aus Filmen oder TV-Sendungen nutzen?

Nur in engen Grenzen, etwa als Zitat nach § 51 UrhG, wenn Sie sich inhaltlich mit dem Ausschnitt auseinandersetzen. Als bloße Untermalung ist das nicht erlaubt.

Gibt es auch lizenzfreie Weihnachts- oder Feiertagsclips?

Ja, in großer Zahl. Eine Auswahl und Tipps zum Versand finden Sie unter Weihnachtsvideo kostenlos herunterladen.